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Interview: BLIND STARE
Titel: Majestätischer Surrealismus

1999 gründeten die beiden finnischen Gitarristen Anders Öström und Heikki Raisio diese aufstrebende Formation.

Anfänglich noch als entwicklungsfähiges Melodic Metal-Outfit tätig, verlagerte sich der musikalische Fokus der Jungs nachfolgend hin zu variantenreicherem Melodic Death Metal.

Als sich schließlich mit Zacharias E. Aarnio noch ein versierter Keyboarder dazugesellte, schien der Hammer für das Quintett gefallen – die musikalische Vision zeichnete sich nun überaus scharf vor den geistigen Augen der Beteiligten ab.

Diversen Demos und einer EP lassen Blind Stare jetzt also mit „Symphony Of Delusions“ ein ebenso facettenreiches wie hochkarätiges Debütalbum folgen.

„Davon abgesehen, dass vier Sechstel aller Bandmitglieder dieses Jahr 2005 zum obligatorischen Militärdienst hier müssen, geht es uns eigentlich prächtig. Für uns hier in Finnland bedeutet dies zwischen fünf Monate Minimum und zwölf Monate Maximum militärische Ausbildung“, klärt mich Axeman Anders Öström über die zu erwarteten personellen Engpässe bei Blind Stare auf.

„Hoffentlich haben sie es bald hinter sich, denn wir wollen schließlich proben und uns auf anstehende Live-Shows vorbereiten. Was mich persönlich betrifft, mich juckt das nicht mehr: Ich schloss vor zwei Jahren meinen Dienst bei der Kriegsmarine ab.“

Derzeit komponiert er laut eigener Aussage so einiges an neuem Songmaterial: „Und zwar immer dann, wenn mein Studium mir die nötige Zeit dazu lässt. Die Stücke auf dem neuen Album sind ein Mix aus älterem und neuerem Material. Der älteste Track `Ender` wurde beispielsweise bereits 2002 komponiert, während der neueste Song wenige Wochen vor den Aufnahmen zu „Symphony Of Delusions“ kreiert wurde. Das neue Werk beinhaltet unter anderem genau diejenigen Stücke von unseren bisherigen drei Demos, welche wir als passend zur musikalischen Gesamtausrichtung des Albums erachteten. An einem neuen Song arbeiten wir insgesamt so circa einen Monat, das komplette Arrangieren nimmt bei uns dann nochmals in etwa eine oder zwei Wochen ein.“

Wie Anders nachfolgend erläutert, möchte er den Hörern die Songs von Blind Stare als atmosphärische harte Musik mit viel Gefühl beschreiben.

„Wir wollen mit unseren Liedern imaginäre neue Welten zum Leben erwecken. Ich kann nur hoffen, die Hörer finden unsere Songs ebenso mitreißend wie wir und sie finden auch eine Menge neue Melodien darin vor, die ihnen zusagen. Wer jemals einen Film angesehen hat, der ihn tief berührt und zum Nachdenken anregte, der kann sich schon ungefähr vorstellen, in welche Stimmung wir die Fans mit unseren Tracks versetzen wollen: Wir wollen majestätische und surreale Eindrücke erwecken. Die Konsumenten sollen dabei ihren Phantasien völlig freien Lauf lassen und sich selbst in unseren Liedern wieder finden. Zur Unterstützung dazu bauten wir eine Unmenge an sekundären Melodien und Hooklines zwischen die Songstrukturen ein. Daher bewegen wir uns musikalisch von symphonisch oder nicht so symphonisch, schnell oder langsam bis hin zu episch, kontrolliert getragen oder einfach nur dem blanken Wahnsinn nahe.“

© Markus Eck, 03.04.2005

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