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Interview: CROWN OF AUTUMN
Titel: Epische Gediegenheit

Gleichfalls dynamisch, sehnsüchtig und emotional ist der düsterträumerisch schimmernde Melodic Dark Power Metal-Kosmos dieser beflissen aufspielenden Italiener erfüllt.

Dabei eine herrlich dezente sakrale Epikernote gezielt nicht unterschlagend, offenbaren sich Crown Of Autumn auf ihrem neuen Albumgenuss „Splendours From The Dark“ als echte Könner, wenn es darum geht, wilde und ungestüme Momente betont kontrastreich mit zeitlosem schwermetallischem Ästhetizismus ins ausgewogene Nobelkombinat zu bringen.

Variantenreiche männliche und anmutige feminine Kehlennuancen stabilisieren die gigantisch hohen Stimmungsbögen enorm, auf welchen diese außergewöhnliche Vereinigung von geschmackvollen Feingeistern anhaltend berührende Tonleiterkaskaden aufsteigen lässt.

„Wir starteten mit unserem damaligen Demo-Tape ‚Ruins’ ja bereits 1996, wie sich eventuell einige der Leser erinnern werden. Ein Jahr später brachten wir das Debütalbum ‚The Treasures Arcane’ auf unserem eigenen Label Elnor Productions heraus, was für uns einen kleinen Triumph darstellte. Denn die weltweiten Reaktionen der Hörer waren überwiegend begeisterter Natur. Nachfolgend fühlten wir uns allerdings mehr und mehr der wichtigen Suche nach neuen musikalischen Entdeckungen und Richtungen verpflichtet, was nicht wenig Uneinigkeit ins Geschehen brachte, sodass unsere Band für so einige Jahre aus Eis gelegt wurde. Ich und unser Drummer Mattia machten daher zunächst mit dem Projekt Magnifiqat weiter, auf Melodic Metal-Basis, um unseren kreativen und emotionalen Visionen bestmöglichen Ausdruck zu verleihen“, legt Gitarrenmann und Vokalist Emanuele Rastelli dar.

Doch eines Tages passierte es, wie er bilanziert. „Jahre später trafen wir uns mal wieder in unserem Probenraum und starteten wie so oft damit, an einigen unveröffentlichten Kompositionen zu arbeiten. Doch an jenem Tag trug es sich glücklicherweise zu, dass wir uns an einige Stücke machten, welche wir sehr kurz nach der Veröffentlichung des Crown Of Autumn-Debütalbums geschrieben hatten. Und plötzlich verstanden wir, dass es Zeit war, den Phönix aus der Asche emporsteigen zu lassen!“

So arrangierten Crown Of Autumn einige Lieder von 1997 neu, komponierten aber auch gänzlich neue Tracks.

„Und das Resultat kann man nun ausgiebig auf ‚Splendours From The Dark’ genießen.“

Auf die sakrale Komponente in den neuen Kreationen angesprochen, entgegnet Emanuele voller Enthusiasmus:

„Wir sind sehr froh darüber, dass es uns möglich war, diese Komponente auf genau solcherlei starke und auch so hochergiebige Weise zu erarbeiten. Ein prägnantes sakrales Element war ohnehin schon immer in unsrer Musik präsent.“

Die Ursache hierfür ist darin zu sehen, so der Gitarrist weiter, dass Musik für ihn persönlich schon immer mehr eine seelische Heimstatt war.

„Mehr als ‚nur’ Kunst mit Noten. Ich möchte damit in gewisser Weise meinen ureigenen Tribut an die göttlichen Kräfte entrichten, welche den Kosmos steuern. So geriet uns unsere musikalische Rezeptur wohl ganz automatisch in eine spezielle Richtung, welche episch ist ohne infantil oder comicartig zu erscheinen. Ein Sound auch, der dunkel ist ohne negativ oder depressiv anzumuten beziehungsweise zu wirken.“

© Markus Eck, 29.05.2011

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