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Interview: DARKTHRONE
Titel: Je älter, je besser

Noch besser hätten diese beiden aufmüpfigen Freigeister ihre künstlerische Einstellung wohl nicht repräsentieren können als mit „The Underground Resistance“, so der Titel ihres neuen Albums.

Doch auch auf musikalischem Terrain zeigen sich die zwei ewigen Rebellensound-Fanatiker Fenriz und Nocturno Culto aktuell einmal mehr vollkommen uninteressiert an sämtlichen Schwer- und Schwarzmetall-Trends oder sonstigen stilistischen Moden.

Ihren ureigenen Seltenheitswert kultivieren diese jederzeit unbeirrbaren norwegischen Idealisten-Seelen auf der aktuellen Langspiel-Veröffentlichung mit der bislang schlüssigsten Mixtur aus köstlich rotziger Punk-Hässlichkeit und vor allem allerlei obskurer Heavy Metal-Unheiligkeiten.

Diversen, vor allem in der jüngeren Vergangenheit entstandenen nebulösen Gerüchten um die Auflösung der Band begegnet Kutten-Fan Fenriz vollauf entschlossen.

„Wir haben niemals aufgehört! Die beiden ersten Songs auf ,The Underground Resistance‘ wurden zu Ende des Jahres 2009 geschrieben und im Februar 2010 von uns aufgenommen; also bereits schon vor der Veröffentlichung des vorherigen Albums ,Circle The Wagons‘. Wir hatten nur eine Pause nötig, denn wir hatten neue Freundinnen und daher neue Lebenssituationen. Wir veröffentlichten zudem acht Alben in der Zeit von 1999 bis 2010, was wohl keine andere Band noch so spät in ihrer Laufbahn macht, was diese Pause wirklich notwendig machte. Egal aber, zu welcher Zeit die Songs auf dem neuen Album nun letztlich von uns zwei geschrieben wurden, man hört es sowieso nicht heraus - denn sie klingen allesamt wie alter Metal“, platzt es unter einem lautem Lachen aus dem Drummer und Songwriter heraus.

Den hauptsächlichen und zugleich prägendsten Charakter der neuen Darkthrone-Platte umschreibt Vollblut-Musikant Fenriz dann ebenso mit einem breiten Grinsen im Gesicht.

„Ich nenne das Ganze schlicht Old Metal, versehen mit passender Old Sound Produktion! Die von mir stammenden Tracks sind im 1979-1985-Style. Diejenigen von Nocturno hingegen gerieten deutlich härter, weisen aber dennoch eine deutliche Hinwendung an die 80er auf.

Inspirieren ließ sich der stilistisch vielfältig hörende Schlagwerker laut eigener Aussage primär eben von „altem“ Material. Der Kerl gerät merklich ins Schwärmen:

„Ich liebe ja vor allem die frühen 1980er aus vollster Seele: Iron Maiden, Agent Steel, Savage Grace, speziell deren Album ,Master Of Disguise‘, Celtic Frost und auch Pentagram‘s ,Day Of Reckoning‘. Hartnäckig festgefressen haben sich bei mir beispielsweise noch Helloween mit ,How Many Tears”. Und ich muss dabei speziell auch noch typischen schwedischen Metal aus der Zeit zwischen 1984 und -85 erwähnen, wie zum Beispiel die Band Universe. Aber ich möchte hierzu auch unbedingt noch den genialen Song-Klassiker ,Gipsy‘ von Uriah Heep nennen.“

© Markus Eck, 05.02.2013

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