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Interview: EVIG NATT
Titel: Direkt aus der Seele

Klassischem Gothic Metal mit großem Hingabefaktor frönen diese fünf Norwegerherzen auf ihrem neuen und zweiten Album „Darkland“, einer betont opulent theatralisierten Veröffentlichung. Und konnte die überaus beflissene Band aus Rogaland samt Sängerin Kirsten Jørgensen bereits mit ihrem genialen Vorgängerwerk „I Am Silence“ für großen Hörgenuss bei Freunden solcherlei Klanganmut sorgen, wird auch die neue Herzschmerzplatte ihre Hörer sicherlich rasch finden.

Um einiges Härter als zuvor, sehr viel düsterer und damit noch eindringlicher wirkend künden die Kompositionen vom Bestreben dieser sehnsüchtigen Skandinavier nach der möglichst authentischen Vertonung allerlei intensivster Emotionen.

Gegründet wurde die Gruppe 2003.

Bassist und Vokalist Stein Roger Sund ist gegenwärtig mit seinen Leuten voll am Durchstarten, wie er zu berichten weiß.

„Eigentlich läuft alles nach Plan, aber dennoch ist es ein ganzer Haufen an Arbeit, welcher uns derzeit ziemlich auf Trab hält. Im Moment organisieren wir den Dreh für das offizielle Video zum Titelsong des Albums, `Darkland`. Außerdem proben wir sehr heftig für die erste Show, welche wir vorhaben zu spielen, um die neue Veröffentlichung zu promoten.“

Daneben führen Evig Natt gerade auch einen neuen Gitarristen in ihre Stücke ein, welcher vor kurzem zur Band gestoßen ist, wie weiter berichtet wird.

„Er hat nun alle unsere Stücke zu erlernen. Viel zu tun also, aber genau so lieben wir es ja ohnehin“, erläutert der Tieftöner, welcher sein Spiel auch schon bei den etablierten Horden Einherjer und Throne Of Katarsis zockte.

Wenn der auch bei den bekannten Viking Metal-Heroen Thundra Aufspielende wie im Weiteren über Musik an sich spricht, sieht Stein sich selbst als absoluten Perfektionisten.

„Und genau das erwarte ich auch von allen, die mit mir kreativ zusammenarbeiten; was für die anderen in der Band nicht gerade immer ganz so leicht ist“, entfährt es dem Leidenschaftlichen breit grinsend, der dazu gleich noch enthusiastisch anfügt:

„Selbst in meinem täglichen Job denke ich oftmals den ganzen Tag nur an Riffs und Lyriken. Und wenn ich dann nachhause komme, geht es nicht selten geradewegs in mein Studio, um die gesponnenen Ideen dann auszuarbeiten – meistens mit meinen Mitmusikern von Evig Natt oder Thundra.“

Vier gestandene Männer und eine zierliche Frau in einer Band, das dürfte nicht immer einfach umzusetzen sein.

Doch der Bassist wiegelt mit lässig exerziertem Handstreich ab:

„Aktuell arbeiten wir ja den Neuen ein, so sind wir ja sogar fünf Kerle. Doch das ist für uns überhaupt nicht schwierig, denn wir hängen eigentlich sowieso immer zusammen ab und feiern des Öfteren bis zum Geht-nicht-mehr; wobei Kirsten auch beileibe stets nicht die erste ist, die bei unseren Feten schlappmacht. Sie gehört einfach zu uns und ist vollauf akzeptiert als auch respektiert.“

© Markus Eck, 25.03.2010

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