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Interview: EX DEO
Titel: Faszination Historie

Wenn ein ausgesprochener Macher wie Kataklysm-Sänger Maurizio Iacono sich einem neuen Bandprojekt widmet, dann können wir sicherlich ganze Sache erwarten. Der Vokalist der etablierten kanadischen Death Metal-Schwerarbeiter frönte seit jeher schon der kriegerischen und machthungrigen Historie des alten Rom, was er vor einiger Zeit auch musikalisch in die Tat umzusetzen begann.

Mit Ex Deo bieten Iacono und Musiker eine ganz spezielle Monumental Battle Death Metal-Version brachialer Todesblei-Klänge an. Geboten wird dabei eine Stilistik, welche wohl am einfachsten mit Symphonic Death Metal zu umschreiben beziehungsweise zu kategorisieren ist.

Nicht zuletzt mittels Gastauftritten von illustren Genrekünstlern wie beispielsweise Karl Sanders von Nile oder Nergal von Behemoth sollte dem aktuellen Debütalbum „Romulus“ breitenträchtige Aufmerksamkeit garantiert sein.

„Das uralte Rom faszinierte mich seit ich überhaupt denken kann! Es freut mich daher sehr immer wieder zu sehen, dass der Einfluss Roms auch heute noch in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen sowie in neu erscheinenden Büchern zu registrieren ist. Auf musikalischer Ebene wollte ich selbst daher eine eigene Art Metal-Version der reizvollen Thematik umsetzen, und mir schwebte etwas sehr Episches vor“, gibt Meister Maurizio mir anfangs voller spürbarem Enthusiasmus zu Protokoll.

Von seinem Vater, einem wahren Experten in Sachen des historischen Roms, erhielt der Sänger seit Kindertagen immer mal wieder geschichtlichen Einblick in diese alte Welt.

„Es beeindruckte mich von Anfang an, wie sehr die immense Macht Roms Einfluss auf fast alle Teile des Erdballs nahm. Julius Cäsar sagte einmal: `Der Himmel ist die Grenze`, was soviel meinte wie `nichts ist unmöglich`. Die Visionen der Römer in Sachen Welteroberung sind noch heute mit Bewunderung zu sehen, denke ich.“

Das neue Album „Romulus“ nimmt den Hörer mit auf eine Reise in diese Zeit, so der Frontmann im Weiteren.

„Ja, es enthält ganz außergewöhnliche Songs, welche sich sehr interessant vor dem geistigen Auge aufzubauen wissen. Denn der spezifische Unterschied zu sonstigen vergleichbaren Platten aus dem Fantasy-Bereich ist ein ganz markanter: Alles worüber ich auf der Scheibe singe hat sich tatsächlich einmal genau so ereignet! Auf rein musikalischer Ebene bemühte ich mich, vor allem die Melodien inmitten des harten Materials sehr einprägsam und düster beziehungsweise dunkel zu gestalten.“

Laut weiterer Aussage des vor einigen Jahren von Kanada nach Chicago übergesiedelten Brüllkönigs mit dem gewaltigen Organ kennzeichnen vor allem auch symphonische Konturierungen die neuen Songs von Ex Deo, was es so bei seiner Hauptband Kataklysm beispielsweise gar nicht zu hören gibt.

„Wer aber nun denkt beziehungsweise mutmaßt, dass Kataklysm bei mir künftig aufgrund Ex Deo weniger Aufmerksamkeit erhält, irrt sich gewaltig. Ich bin nämlich für beide Bands noch immer voller unstillbarem Tatendrang.“

© Markus Eck, 04.06.2009

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