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Interview: GAMEFACE
Titel: Erweiterter Neuanfang

Dafür, dass die südkalifornischen Pop Punk Rocker seit 2003 kein einziges Album mehr veröffentlichten, klingt die neue Scheibe „Now Is What Matters Now“ erstaunlich frisch.

Mehr noch, die neuen Stücke der garantiert trendfreien Band, die seit 1990 aktiv ist, versprühen eine massive Ladung an richtig guter Lust und Laune. Damit bringt das nahtlos an die eigene Vergangenheit anschließende US-Quartett einen heftigen Positivismus zum Strahlen, der rasch ansteckend wirkt.

2012 fanden sich die Mitglieder menschlich und musikalisch endlich wieder zusammen, um schnell zu merken, wie wichtig ihnen ihre Lieder doch eigentlich tatsächlich sind.

Neue Sicht der Dinge
Sänger und Gitarrist Jeff Caudill kann eigentlich gar nicht so recht glauben, dass es mehr als eine Dekade still um seine Band gewesen ist, wie er nachdenklich zugibt.

„Dennoch denke ich nicht, dass es möglich gewesen wäre, sich früher wieder zusammen zu tun. Die ganze Zeit der Abwesenheit gab uns allen in der Gruppe vielfach neue Perspektiven, was ich als wichtig erachte. Eigentlich haben wir die Gründe für das Auseinanderbrechen von Gameface nie ganz verstanden. Es dauerte daher sehr lange, bis wir überhaupt drüber reden konnten. Das Ganze musste erst mal sinnbildlich zu Grabe getragen werden, bevor wir wieder zusammen unsere Instrumente in die Hand nehmen konnten, um es wieder vorwärts für uns gehen zu lassen. Nun sind wir wieder alle auf derselben Seite und haben alle dieselben Erwartungen. Das ist wichtig, denn genau dieser Aspekt hat uns zuvor genau genommen zerstört.“

Verknüpfende Emotionen
Dass man auch den neuen Kompositionen das große Faible der kalifornischen Comebacker für echte Gefühle vollauf anhört, ist für Jeff der einzig richtige musikalische Weg.

„Ich kenne und mag es gar nicht anders. Ich schreibe zwar die Stücke, um mich damit selbst auszudrücken … aber noch wichtiger ist es letztlich dabei für mich, darauf auf andere Menschen Bezug zu nehmen. Ich höre persönlich ja auch Musik, um ermutigt und unterstützt zu werden. Das Beste, was mit unseren neuen Songs nun passieren kann, ist, dass sie uns mit anderen Leuten verbinden.

Optimale Gewichtungen
Von Anfang an wollte der Gitarre spielende Vokalist ein Album schreiben, wie er informiert, welches aggressiv und erhebend in einem sein sollte.

„Die Nummern sind daher sehr melodisch, möglicherweise zählt das Material mit zum einprägsamsten, was es bislang so von uns zu hören gab. Zeitgleich zählt ,Now Is What Matters Now‘ zum bisher Härtesten und Schwersten von Gameface. Ich weiß schon, dass die Platte nach New Metal-Standards natürlich nicht so sehr heavy ist. Aber für uns alte ,Southern California punks‘ weist das Album die richtige Menge von allem auf.“

© Markus Eck, 03.03.2014

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