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Interview: HEAVY TIGER
Titel: Schicksalhafte Erziehung

Diese drei wild entschlossenen Schwedinnen brachten kürzlich ihr überaus liebenswertes Debütalbum „Saigon Kiss“ an den Start: Eine spielfreudig zelebrierte Hard Rock-Hommage an die vielfach fantastischen 70er Jahre des vorhergehenden Jahrtausends.

Musikalisch sind sich Sängerin und Gitarristin Maja Linn, Schlagzeugerin Astrid Carsbring und Bassistin Sara Frendin vollauf einig.

Daher nennen die enorm freudig aufspielenden und selbstbewusst nostalgisch empfindenden Mädels ihren verdammt schnell ins geneigte Ohr gehenden Vintage-Sound auch „High Voltage Rock‘n‘Roll“.

Seit frühesten Kindertagen
„Eigentlich sind unsere Eltern schuld daran an dem, was wir mit der Band so gerne tun“, entfährt es Maja schelmisch grinsend, „denn bei uns dreien zuhause wird der gute alte Rock von damals bis heute gehört.“

So haben Heavy Tiger ihren speziellen Stil sozusagen bereits mit der Muttermilch aufgesogen, was die hochgradig sympathische Gitarristin auch überhaupt nicht verneinen möchte.

„Für uns ist knackiger Rock‘n‘Roll ganz einfach die allerbeste Musik auf der ganzen Welt! Und ich wüsste keinen einzigen Grund, warum ich solcherlei Klänge neben dem privaten Anhören nicht auch mit einer eigenen Band spielen sollte. Dabei versuchen wir allerdings überhaupt nicht, die berühmten alten Vorgaben nachzuahmen oder zumindest so zu klingen. Und das müssen wir auch gar nicht. Denn unsere Songs kommen ganz natürlich aus unserem Innersten an die Oberfläche!“

In absoluter Übereinstimmung
Und somit entstehen die alles andere als angestaubt erschallenden Heavy Tiger-Nummern allesamt stets problemlos und intuitiv nach dem gleichen Muster, wie Maja mit gefestigt wirkender Stimme erläutert.

„Ich erarbeite ein markantes Grundriff, dem Astrid dann ihr Drumming entsprechend passend beifügt. Und da wir beide eben haargenau denselben Musikgeschmack und dieselbe grundsätzliche Einstellung zur Sache haben, harmonieren wir beim Songwriting letztlich auch immer absolut optimal. Uns liegt viel daran, dass unsere Nummern neben dem früheren magischen Spirit auch etwas Reales direkt aus der Gegenwart atmen dürfen. Exakt das macht unsere individuelle Mischung aus.“

Ununterbrochen bei der Band
Wie sie noch ergänzend Einblick gewährt, entstanden die Grundideen der Lieder für „Saigon Kiss“ immer dann, wenn sie selbst damit am allerwenigsten rechnete.

Die Saiten schrubbende und singende Schwedenbiene Maja erzählt hierzu noch frohgemut:

„Ich erinnere mich noch daran, wie ich die tollsten Geistesblitze für Heavy Tiger bekam, als ich beispielsweise einschlafen wollte. Oder einmal ist es mir sogar beim Zähneputzen passiert! [lacht] Ich denke einfach ständig an die Band und unsere Musik, bin sozusagen mit Leib und Seele dabei. Das hört man den Songs auch an, davon bin ich mit meinen Mädels absolut überzeugt, und ganz genau so wollen wir es ja auch bei uns haben.“

© Markus Eck, 17.02.2014

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