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Interview: MARDUK
Titel: Anhaltend aufrecht

Zur endgültigen Klärung der Frage, ob das Spielen der Stilistik Black Metal tatsächlich unheilbar süchtig macht, braucht man keinerlei schlaue Wissenschaftler.

Die definitive Antwort darauf lautet nämlich schlicht und einfach: Marduk! Denn die schwedische Höllen-Gesandtschaft, die dieser Musikrichtung bereits seit 1990 bis heute so extrem entschlossen huldigt, wird wohl erst damit aufhören, wenn die Beteiligten dereinst kalt unter der Erde liegen.

Mit dem neuen und mittlerweile zwölften Album „Serpent Sermon“ unterstreicht die vierköpfige Formation ihren Ruf gleich meterdick.

Wie Gitarrist und Gründungsmitglied Morgan Steinmeyer Håkansson dazu verlauten lässt, durchziehen ihn beim Gedanken an das neue Werk Gefühlsregungen wie Stärke und auch Stolz.

„Mich erfüllt es daneben auch mit großer Genugtuung, ein solches Monument auf die Menschheit loszulassen, welches für all das steht, was den Black Metal ausmacht. Die überaus diabolische Essenz von ,Serpent Sermon‘ und die darin enthaltene hohe Kraft bringt mir sogar noch mehr Inspiration, auf unserem Pfad weiter zu marschieren.“

Und der Mann geht energisch sogleich weiter in die Vollen:

„Wir verfügen als Band auch aktuell wieder über genau die lichterloh brennenden Ambitionen, welche vielen anderen musikalischen Konkurrenten meines Erachtens nach merklich fehlen. Wir waren schon immer eine Truppe, die genau weiß, was Loyalität zum eigenen Stil und zur Band an sich bedeutet. Deswegen haben wir auch immer weitergemacht, ohne Niederlagen oder Auflösung von Marduk. Unsere Stärken sind unsere Hingabe, unsere Kreativität und unsere Willenskraft. So pumpten wir auch in die neue Veröffentlichung sehr viel Blut, Schweiß und eben Hingabe. Wir sind daher auch alle sehr stolz auf ,Serpent Sermon‘.“

Wie Morgan im Weiteren wissen lässt, entstanden auch die neuen Songs auf jeweils unterschiedliche Weise.

„Wir folgen dazu keinem bestimmten oder bewährten Muster. Manchmal entsteht ein Marduk-Song schon, wenn ich nur einen bestimmten Titel dafür im Kopf habe, und der Rest kommt mir dann ganz natürlich. Zuweilen reicht es mir auch aus, ein spezielles Riff im Sinn zu haben, welches mir nicht mehr aus den Gedanken geht. Wir setzten uns auch für das neue Album nicht einfach hin und begannen damit, Stücke zu schreiben. Es ist vielmehr ein Prozess, der ständig stattfindet. Die Arbeit an den Liedern nährt sich aus einem kontinuierlichen Ideenfluss von uns allen, welchen wir dann stets aufs Neue in unserem Rehearsal-Bunker zusammenfließen lassen.“

© Markus Eck, 19.05.2012

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