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Interview: MAYAN
Titel: Ausleuchtung globaler Konspiration

Bei einem Bandnamen wie diesem denkt man doch eigentlich schlagartig an die einstige Hochkultur der alten Reiche mittelamerikanischer Maya-Völker und ihrer als Götter verehrten Herrscher. Und genau darum wählte Gitarrist und Songwriter Mark Jansen laut eigener Aussage diesen Namen auch ganz gezielt für seine neue Formation aus.

Letztere bietet aufgeschlossenen Hörern überaus anspruchsvollen und vielfältigen Progressive Symphonic Epic Death Metal, von dessen facettenreicher künstlerischer Güte man sich mittels des aktuellen Debütalbums „Quarterpast“ überzeugen kann.

Der feingeistige niederländische Denker, zuvor mit den opulent musizierenden Symphonic Metal-Nobeltruppen Epica und After Forever weitreichend bekannt geworden, scharte hierfür auch versierte Musiker aus besagten Gruppen um sich.

Nun sechsköpfig besetzt, konnten Mayan klanglich sehr groß gerahmte Notenwerke kreieren, die nicht selten opernartige Nuancen bis hin zu monumentalen Filmsoundtrack-Qualitäten innehaben.

Sogar Epica-Frontdame Simone Simons, die ehemalige After Forever-Vokalistin Floor Jansen als auch die italienische Opernsängerin Laura Macri sind hier mit dabei, wenn es darum geht, großartige mystische Stimmungen lebendig zu machen.

„Letztlich gründete ich Mayan zu Anfang des Jahres 2010, um all die Ideen und Inspirationen umzusetzen, welche weder für Epica noch für After Forever brauchbar waren. Hauptsächlich setze ich in Mayan genauer gesagt die härteren und dynamischeren Elemente um, die ich erarbeite. Natürlich tragen die neuen Songs auf ‚Quarterpast’ größtenteils meine unverkennbare kreative Handschrift, doch wir arbeiteten hierfür sehr konstruktiv im Kollektiv zusammen. Daher ist das Endresultat ebenso variantenreich wie homogen geworden, wie ich finde. Mit Mayan kann ich endlich die künstlerischen Grenzen überschreiten, die ich schon länger hinter mir lassen wollte“, erläutert Mark seine Ambitionen.

Überhaupt empfindet er die Kooperative mit den anderen Bandmitgliedern als äußerst angenehm, inspirativ und vor allem ertragreich, so der Holländer im Anschluss.

„Die Arbeitsweise in Mayan unterscheidet sich beinahe gänzlich von den Vorgehensweisen im Songwriting bei meinen anderen Bands. Wir legten nämlich von Anfang an großen Wert darauf, dass jeder der Beteiligten ein faires Mitsprachrecht hat, was das Einbringen von individuellen Ideen und Songfragmenten angeht. Mit jeder Woche der weiteren Zusammenarbeit wuchsen die Freude und die Zufriedenheit bei uns allen in Mayan.“

Zur eingangs erwähnten Bedeutung des Bandnamens weiß Mark sehr Interessantes zu erzählen:

„Ich hegte schon seit jeher eine tief ausgeprägte Faszination für die sagenumwobene Kultur der Mayas und Azteken. Ich studierte ihre Historie daher jahrelang mittels sehr vieler Bücher und weiterer Medien. So fiel mir die Wahl auf diesen Namen nicht schwer, zumal er auch sehr einprägsam ist. Die Weisheit und das immense Wissen der Mayas scheinen heute beinahe gänzlich in Vergessenheit geraten zu sein. Für mich riecht das aber nach purer Absicht. Dabei waren die geistigen Errungenschaften der Mayas von unschätzbarem Wert für die gesamte Menschheit. Aber höchstwahrscheinlich war ihre Kultur genau deswegen dem Untergang beziehungsweise der Auslöschung durch christlich angetriebene europäische Eroberer und Räuber ausgesetzt.“

Denn letztlich, so der Musikus, konnte wohl nur auf diese Weise der Grundstein zu der gigantischen Massenverdummung gelegt werden, welche die Menschen heutzutage auf globaler Ebene auszuhalten haben.

Und genau darum drehen sich auch die immens interessanten Lyriken in der Musik von Mayan, wie von dem Mann nachfolgend noch diesbezüglich in Erfahrung zu bringen ist:

„Regiert und gesteuert wird unser Planet in Wahrheit von ganz wenigen korrupten und skrupellosen Superreichen, die sämtliche gesellschaftlichen, massenmedialen und wirtschaftlichen Fäden ziehen; einer kleinen monetären Regierung hinter allen anderen Regierungen sozusagen. Diese listigen Großkapitalisten haben die ganze Welt versklavt, und sie agieren in mörderischer Allianz unter einer übergeordneten Agenda. ‚Sie’ hetzen beispielsweise gerade ärmere beziehungsweise arm gehaltene Länder geschickt zu blutigen - meistens religiös genährten - Bruderkriegen auf, verkaufen ihnen dann teure Waffen und ‚spendieren’ sogar noch in vermeintlicher Wohltäter-Manier die zinsteuren Großkredite zum Wiederaufbau des dadurch Zerstörten.“

Gerade durch letzteres machen sich aber mehr und mehr Länder mitsamt Regierungen komplett abhängig von diesen konspirativen Kreisen, so Mark, was seiner Ansicht nach an Gefährlichkeit für den Weltfrieden gar nicht hoch genug eingeschätzt werden kann.

„Auch sämtliche Industrien und Wissenschaften aller Art werden von diesem Personenkreis finanziell so hoch ‚unterstützt’, dass unabhängige Forschungen und Entwicklungen schon bald gar nicht mehr möglich sind; siehe die gesamte Pharmaindustrie. Wer das kapiert hat und etwas darüber verbreitet, wird von sämtlichen Medien stets schnell als nicht ernst zu nehmender ‚Verschwörungstheoretiker’ abgetan. Mittlerweile kursiert ohnehin eine gezielt inszenierte Vielzahl an Verschwörungstheorien, um Interessierte von der eigentlichen Wahrheit abzulenken.“

© Markus Eck, 13.04.2011

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