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Interview: MORTAL LOVE
Titel: Verliebt in die Liebe

Vor nicht allzu langer Zeit veröffentlichten Massacre Records ein wahres Zauberalbum namens „Sombre Romantic“, künstlerische Ziehväter waren die Australier Virgin Black.

Gothic Metal-Fanatiker waren sich damals einig, ein ganz besonderes Werk einer ganz besonderen Band vor sich zu haben. Diese Einschätzung greift nun aktuell auch bei „All The Beauty...“, dem wirklich hinreißenden Debütalbum der Norweger Formation Mortal Love.

Anmutiger, verführerischer und schwelgerisch verzückter Gotik-Edelstahl von außergewöhnlicher kreativer Eigenständigkeit. Mittels einer Sängerin, die ihre erhaltene Unschuld stimmlich scheinbar vollkommen zu äußern imstande ist, wird man emotional schnell in den Bann von „All The Beauty...“ gezogen.

„Obwohl wir einen Gothic Metal-Grundsound aufweisen, bemühen wir uns sehr, frische und unverbrauchte Elemente in unserer Musik zu integrieren, welche gerne auch aus anderen Genres wie beispielsweise Black- oder Death Metal von uns mit einbezogen werden. Auch aus dem Grunge-Bereich oder der Popmusik entlehnen wir des Öfteren Einflüsse für neue Ideen bei Mortal Love. Die Mitglieder in der Band weisen eigentlich allesamt einen unterschiedlichen musikalischen Background auf, und da wir alle gemeinsam an den Songs schreiben, entsteht ein unverbraucht wirkender Sound“, berichtet Bassist Hans Olav Kjeljebakken alias Lev aus dem Lager der Band. Lev?

„Ja, Lev ist mein Pseudonym hier bei Mortal Love. Wir entschieden uns schon sehr früh, Künstlernamen anzunehmen, die anderen in der Band haben da schnell nachgezogen. Lev ist inspiriert von der Kreatur Leviathan.“

Interessant, das erklärt auch die restlichen Musikernamen der Gitarristen Gabriah und Rain6, wie auch von Drummer Damous und Vokalistin Cat. Letztere weist durch ihr ausgeprägtes stimmliches Charisma eine hohe gesangliche Wirkungseffizienz auf, wie Lev nur zu gerne beipflichtet.

„Sie besitzt langjährige Erfahrung aus der Musical- und Theaterszene und der Musical-Theater-Akademie. Sie stellt für uns die beste Frontfrau dar, welche wir uns vorstellen können. Seit der Bandgründung hatten wir festgelegt, welche Rolle jeder in der Gruppe zu spielen hat, und Cat ist bestmöglich platziert. Sie ist die geborene Frontperson.“

Eine riesengroße Rolle dagegen spielt die Liebe auf „All The Beauty...“, wie der Bassist mitteilt.

„Die Basis des neuen Albums ist eine wahre Liebesgeschichte, und deswegen ist die Liebe an sich natürlich auch ein essentieller Bestandteil in unseren Songtexten und der klanglichen Anmut unserer Musik. Wir versuchen damit, eine glaubwürdige Geschichte zu erzählen. Wir glauben, dass ein jeder dem Bann beziehungsweise dem ewiglichen Kreis der Liebe verbunden ist. Ein Kreis, welcher aus Verlieben, Lieben und nachfolgendem Leiden in mentaler Dunkelheit besteht.“

Aus dieser Dunkelheit heraus beginnt bekanntlich alles wieder von vorn. Lev hierzu: „Wir übertragen diesen Kreis auch auf die vier Jahreszeiten, die wir ebenfalls durch unsere Songs reflektieren wollen.“ In diesem Sinne: Möge die Liebe, entgegen des Bandnamens, niemals sterben.

© Markus Eck, 30.10.2002

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