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Interview: ONSLAUGHT
Titel: Befreiender Vulkanausbruch

Hierzu dürfen jetzt aber die Sektkorken reihum knallen! Dass der neueste und sechste Album-Release dieser vollauf Trend-resistenten Langzeitrebellen so einige vollendet souveräne Songs enthält, ist nämlich das Eine.

Dass die britischen Thrash Metal-Veteranen um Vokalist Sy Keeler ihre aktuellen Stücke aber auch gleichzeitig so sensationell originell werden ließen, macht aus dem schlicht „VI“ betitelten Dreher eine eminente Veröffentlichung, die einen so mächtig trifft wie ein ohrenbetäubender Fallhammerschlag aus gefühlten 100 Metern Höhe.

Der aktuelle Nachfolger zur 2011 auf den Markt gekommenen Explosivpackung „Sounds Of Violence“ stellt damit gleichzeitig den umfassendsten, gehaltvollsten, härtesten und vor allem ideenreichsten Wurf der bereits 1982 gegründeten englischen Formation dar.

Feuriger Zorn
Hätte es sich Onslaught-Gitarrist Nige Rockett denn eigentlich überhaupt jemals erträumt, ganze drei Dekaden nach der damaligen Bandgründung und nach dem 1985er Debüt „Power From Hell“ ein dermaßen hochkarätiges Album wie „VI“ herausbringen zu können?

„Nein, niemals“, verkündet der Kerl, „und ich hätte ich auch nie gedacht, dass wir irgendwann mal eine dermaßen brutale Scheibe an den Start bringen werden. Letztlich liegt dies aber auch daran, dass wir nach dem Split der Band im Jahr 1991 eine 14 Jahre andauernde Pause machten. Als wir dann 2005 als Onslaught zurückkehrten, hatte sich unendlich viel Feuer, Zorn und Frustration in uns angestaut, was natürlich raus musste. So war es ziemlich leicht, sich für wirklich heftige und bedeutungsvolle Songs zu motivieren.“

Neue Aufbruchsstimmung
So diente „Sounds Of Violence“ den Jungs sinnbildlich als wichtige kreative Brücke, die zum neuen Output „VI“ führte. Nige erzählt hierzu:

„Ehrlich gesagt bin ich der Überzeugung, dass ,VI‘ das Beste ist, was wir zusammen jemals auf die Beine gestellt haben. Und das bisherige Feedback bestätigt mich darin glücklicherweise ja auch vollauf. Hoffentlich packen wir es diesmal damit endlich auch einmal, die gesamte Thrash-Welt regelrecht zu elektrifizieren!“

Wahre Liebe rostet nicht

Um derlei Klänge wie auf „VI“ zu fabrizieren, braucht er auch heute noch lediglich in sich hinein zu blicken, so der austrainierte Axeman weiter.

„Das Ganze an sich gestaltet sich für mich tatsächlich ziemlich simpel: Ich liebe schnelle und heftige Musik. Sie gibt mir die Möglichkeit, meine wahren Gefühle auszudrücken. Das schafft Frieden in mir. Thrash ist für mich einfach noch immer das purste Genre im Metal-Bereich. Ohne Blödsinn, sehr erdig und bodenständig gehalten, und dazu auch noch mit immens viel Energie versehen.“

© Markus Eck, 05.09.2013

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