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Interview: PETER PAN SPEEDROCK
Titel: Ewige Rebellen

Seit 18 Jahren schon schuften die drei Holländer mit dem quirlig ausgelebten Punk-Einschlag im Sound echt schweineschwer.

Der Job: Schmutzigste Hard Rock-Maloche in pausenloser Vollschicht. Nur für die Härtesten. Ein Nachlassen der Intensität stand dabei niemals ernsthaft zur Debatte.

Sozusagen also absolute Ehrensache, dass auch der neueste Langdreher „Buckle Up And Shove It!“ selbst beinahe schon zusammengewachsene Arschbacken ganz weit auseinander reißt. Und das passiert gefährlich schnell.

Denn die niederländischen Hitzköpfe erschufen ein wildgewordenes Album, dass spitze zum aufmüpfigen Alptraum für alle plüschig empfindenden Weichflöten dieser Welt taugt. 


Volldampf in jeder Lage
Und um das Ganze so dermaßen intensiv werden zu lassen, sind die Peter Pan Speedrocker aus Eindhoven gar nicht mal so sehr über die Tonleiter gerast, wie Bassist Bartmann mit lässiger Haltung einwirft.

„Hier und da sind wir tatsächlich ein wenig langsamer geworden. Das hat sich einfach aus den Stimmungen heraus so ergeben. Irgendwie ist diese Platte für unsere sonstigen Verhältnisse ja schon fast ein ,Midtempo-Werk‘ geworden. Aber das heißt letztlich natürlich nicht, dass wir weniger brutal klingen als auf den vorherigen Veröffentlichungen. Und einige schnelle Reißer unter den Tracks sind ja nach wie vor drauf!“



Alle Ebenen rangenommen

Schon länger spielten die Kerle mit der Idee, die Gitarren noch weiter herunter zu stimmen, so der Tieftöner.

„Und diesmal haben wir es getan, von E auf D. Ich bin froh drüber, denn es hat wie gewünscht gut hingehauen. Das neue Zeug hört sich dadurch noch sehr viel heavier an. Und da wir seit einiger Zeit ja auch unser eigenes Studio besitzen, konnten wir die Stücke bei den Aufnahmen vielschichtiger bearbeiten. Das hat diversen Songs sogar auch vermehrt melodischere Nuancen heraus gekitzelt, was man nicht zuletzt auch bei so mancher Vokalpassage heraushören kann.“ 


Am liebsten ,on the road‘
Ganz genau so, wie sich ihre Musik anhört, ticken die wirschen Boys auch.

„Live zu spielen ist mir und der Band noch immer das Wichtigste überhaupt. Auf der Straße unterwegs zu sein. Abend für Abend auf der Bühne zu stehen. Ich kann wirklich niemals genug davon kriegen. Es ist eine Sucht. Wir haben das Glück im Dasein, unseren größten Traum seit so einigen Jahren musikalisch ausleben zu dürfen“, freut er sich spürbar aus ganzem Herzen.

Die letzten zehn bis 15 Jahre, so Bartmann, konnten Peter Pan Speedrock sogar von ihrer Kunst leben, was sie allesamt immens zu schätzen wissen.

„Ich kann also nur jedem da draußen raten, seine eigene Band zu gründen - es ist die beste Arbeit auf der ganzen Welt. Und weil wir eben so riesig viel Spaß daran haben, bringen unsere Songs auch immer wieder diese superfette Arschtritt-Attitüde mit!“


© Markus Eck, 25.05.2014

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