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Interview: SAXON
Titel: In zeitloser Tradition

Auffällig an ihre altbewährten Klassiker erinnernd, überkommt die britische Metal-Legende alte und neue Fans mit dem neuen Studioalbum „Sacrifice“.

Fokussiert produziert in Yorkshire von Sänger Biff Byford und dem nicht minder bekannten Andy Sneap, setzen die neuen Saxon-Kompositionen primär haufenweise unbändige Kraftschübe frei.

Denn schon im Vorfeld war laut entschlossenem Statement von Mr. Byford das Ziel für alle Beteiligten klar: So kernig, so roh und so frisch wie nur irgend möglich vorzugehen! So entstanden zehn verdammt wuchtige und dennoch spielkulturell anspruchsvolle Tracks, welche das eingeflossene Herzblut durch die traditionelle Ader der englischen Erfolgsband bestens in die Gegenwart transportieren.

„Wir sind kollektiv der Überzeugung, aktuell ein gutes Album fertiggestellt zu haben. And alle Mitglieder in der Band sind derzeit schon richtig heiß und natürlich auch verdammt neugierig darauf, mit welchen Reaktionen all die Leute da draußen diese neue Saxon-Scheibe aufnehmen werden“, gibt ein richtig gut gelaunter Biff kurz und knapp zu Protokoll, zuvor nach seinen ganz persönlichen Erwartungen hinsichtlich „Sacrifice“ befragt.

Definitiv ein absoluter Interview-Routinier mit seinem ebenso informativen wie auch kontrollierten Redefluss, knüpft der Mann nahtlos an das Gesagte an:

„Insbesondere die beiden neuen Nummern ,Warriors Of The Road‘ und ,Stand Up And Fight‘ sind zweifellos schon sehr deutlich an unsere früheren musikalischen Tage angelehnt, wie ich persönlich finde. Der entsprechend traditionell anmutende Gesamtsound des Albums ist letztlich eigentlich ja auf ganz natürliche Weise entstanden, obwohl ich persönlich schon völlig bewusst vorhatte, den zeitlosen Spirit der 80er Jahre in den Liedern hör- und vor allem auch spürbar zu machen.“

Byford als lebenslanger Überzeugungstäter wollte sowieso absolut keine glattpolierte oder irgendwie im Trend liegende Produktion für „Sacrifice“ haben, wie er im Weiteren eindeutig und unmissverständlich klarstellt:

„Ich wollte auch keinerlei Sound-Samples oder ähnliche klangliche Tricks in diese neuen Lieder integriert haben.“

Schließlich sollte das Ganze eine ganz gewisse Rauheit aufweisen, so der Frontmann des Quintetts, mit prägnanten Worten:

„Denn ich bin felsenfest der Meinung, dass es im Heavy Metal ganz genau darum im eigentlichen doch noch immer gehen sollte! Und das wirkte sich letztlich dann eben auch in Stücken wie beispielsweise ,Guardians Of The Tomb‘, ,Walking The Steel‘ oder ,Made In Belfast‘ als auch dem Titelsong ,Sacrifice‘ aus, wie man deutlich hören kann.“

Ziemlich überraschend kommt nachfolgend die lässig gemachte Aussage, dass das komplette Songwriting zum neuen Langspieler von der Saxon-Mannschaft schon wieder in gerade mal acht (!) Wochen absolviert wurde.

Der blonde Herzblutmetaller merkt mit merklich beschwingtem Tonfall in der Stimme zu diesem Kontext an:

„Wir zählen ja wirklich nicht zu derjenigen Sorte von Gruppen, die ihr Songmaterial für einen neuen Longplayer in einzelnen Teil-Abschnitten komponiert und dann letztlich alles so gut wie nur irgendwie möglich im Studio zusammenfügt. Denn wenn wir als eingeschworene Band schon erstmal damit loslegen, dann aber doch auch so richtig mit Druck und Volldampf! Das war aber jedoch tatsächlich schon immer so bei uns, und wir kennen es ehrlich gesagt ja auch gar nicht anders. Daher werden Saxon auch immer ganz genauso weitermachen.“

© Markus Eck, 12.02.2013

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