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Interview: SUPERSUCKERS
Titel: Ohne jede Hemmung

„Ich erwarte mir von unserem neuen Album nichts weniger als die Weltherrschaft“, posaunt Sänger und Tieftöner Eddie Spaghetti gewohnt großspurig heraus.

Kenner der US-Rocker wird das nicht im Geringsten verwundern. Sie selbst nennen sich bekanntlich ohnehin „The Greatest Rock’n’Roll Band in the World“. Kürzlich erschien „Get The Hell“, der neueste Dreher der vier Schlitzohren aus Tucson, Arizona.

Und die definitiv manisch spielfreudigen Supersuckers rocken auch auf ihrer neuesten Full-length-Veröffentlichung so frisch und unbekümmert drauf los wie eh und je.

Enorm gefestigt
Direkt danach befragt, was ihm auch für die neue Veröffentlichung das Wichtigste war, legt der lebenslustige Eddie impulsiv dar:

„Wir legen immer sehr viel Wert auf Qualität! Darum geht es uns am allermeisten. Wir wollen gute Rockmusik für die anspruchsvollen Fans da draußen machen. Ohne Schnörkel, ohne aufgeblasene Überflüssigkeiten. ,Get The Hell‘ rockt geradeaus nach vorne, um den hauptsächlichen musikalischen Charakter zu beschreiben. Und ja, hinter den ganzen Hard- und Sleaze Rock-Attributen in typischer 80er-Manier auf der Scheibe stehen wir vollauf, die reflektieren unseren Geschmack und unser kollektives Wesen als schlüssig verschweißte Band.“

Monumentaler Schöpferstolz
Mit Zurückhaltung wird auch im Folgenden nicht geglänzt.

„Das neue Material ist einfach überwältigend, viel mehr kann und möchte ich darüber ehrlich gesagt nicht ablassen. Die Songs sind total großartig, die Texte kommen total auf den Punkt und Supersuckers haben sich als Band niemals zuvor besser angehört! Ich habe über die Jahre eine ganze Menge an Nummern geschrieben, doch die neuen Lieder sind meine besten geworden. ,Get The Hell‘ kann dabei eine Menge an verschiedenen Bedeutungen haben. Ich selbst erachte das gleichnamige Stück als eine Art Hymne für die bevorstehende Zombie-Apokalypse, sozusagen als Evakuierungs-Song. Alles in allem geht es auf dem Album in lyrischer Hinsicht natürlich um die sieben Todsünden: Gier, Faulheit, Neid und vor allem Fresssucht! Wir wollen letztlich sowieso, dass die Fans zu uns strömen und mit uns die Hölle bekommen!“

Ernst gemeinte Warnung
Im Weiteren lässt es sich der ultracoole Ober-Supersucker nicht nehmen, in regelrechter Prediger-Manier noch gewichtige letzte Worte an alte und neue Anhänger zu richten: „Leute, wenn ihr zu unseren Auftritten kommt, dann tragt besser Unterwäsche. Denn wir werden euch völlig erbarmungslos die Hosen und Röcke nach ganz unten rocken!“

© Markus Eck, 02.01.2014

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