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Interview: THAUROROD
Titel: Multidimensional

Typisch finnisch? Hinsichtlich haushoher Qualität und packend melodischer Songstrukturen: Definitiv ja!

Doch Eigenständigkeit ist hier ebenfalls ein dicker Trumpf. Seit 2002 feilen Thaurorod schon emsig, ambitioniert und unnachgiebig an ihrer musikalischen Vision. 2010 erschien mit „Upon Haunted Battlefields“ ein vielversprechender Album-Auftakt, der den Bandnamen der Talente aus Jokela in gutes Licht rücken konnte.

Demnächst veröffentlichen die skandinavischen Könner das zweite Album „Anteinferno“. Ein episch-festlich erlauchtes und symphonisch opulent arrangiertes Melodic Power Metal-Spektakel!

Nur das Beste
Bassist Pasi Tanskanen fühlt sich nach der teils aufreibenden Fertigstellung der neuen Songs nicht zuletzt auch sehr stolz, wie er voller Glanz in den Augen offenbart.

„Und ich freue mich natürlich auch riesig auf die Veröffentlichung von ,Anteinferno‘! Schließlich hatten wir ziemlich viele schwierige Momente in der Zeit seit dem letzten Album zu meistern, mitsamt den ganzen Besetzungswechseln etc. Wir gaben nie auf, sondern stellten viel eher mit viel Mühe das bestmögliche Line-Up auf und schrieben die besten Songs, die uns damit nur möglich waren. Letztlich haben wir es dem Schicksal damit dann doch noch entschlossen gezeigt. Und ich bin mir sicher, dass Thaurorod damit etwas ganz Großes erschufen, einen richtigen metallischen Hammer!“

Auf allen Ebenen

Der Prozess des Songwritings war auch von dem Bemühen geprägt, wie der Finne weiter resümiert, all die bekannten Genre-Klischees nicht unnötig zu beleben.

„So wollten wir möglichst viele verschiedene Arten von Stücken auf dem Album haben. Denn meiner Meinung nach gibt es einfach noch immer zu viele Metal-Bands, deren Songs sich auf den Alben fast alle irgendwie gleich anhören. Darunter leidet die Phantasie im Hörer doch sehr, wie ich finde. Warum sollte man denn nicht schnelle, langsame und Midtempo-Lieder schreiben? Und warum dafür nicht die sich dafür anbietenden, mannigfaltigen Spektren an Emotionen ausloten? Schlussendlich ist es doch viel interessanter für die Leute, sich Nummern anzuhören, die eine Menge an Dimensionen beinhalten. Letztlich sehe ich das Allerwichtigste aber darin, grenzenlos gute Kompositionen an den Start zu bringen, die alles wegblasen!“

Belebende Nostalgien
So einigen Hörern wird die neueste Liederkollektion von Thaurorod freudige Erinnerungen ins Gedächtnis rufen: Visionen aus 1990er Jahren, welche die damaligen Glanzleistungen von diversen Spitzengruppen wie beispielsweise Stratovarius beinhalten. Pasi nickt diesbezüglich:

„Ja, das Album klingt wahrscheinlich tatsächlich wie typischer Melodic Power Metal aus dieser Zeit. Ich höre sogar Parts heraus, die mich an die späten 80er erinnern, in denen wir aufwuchsen und den Heavy Metal für uns entdeckten. So macht es mich endlos glücklich, mir vor Augen zu führen, dass wir den Geist dieser Zeiten für ,Anteinferno‘ wieder erweckt haben, um das Ganze auf unsere ureigene Weise in einem enorm frischen Soundgewand auferstehen zu lassen.“

© Markus Eck, 21.11.2013

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