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Interview: THE VISION BLEAK
Titel: Höllischer Horror

Nachdem das letzte Düsterkapitel der Band Empyrium abgeschlossen war, sollten die kreativen Sinne von deren Maincomposer Ulf Theodor Schwadorf dennoch keine Ruhe finden.

So trug es sich zu, dass der umtriebige Tonmeister mit Allen B. Konstanz einen neuen musikalischen Mistreiter hinzuzog. Zusammen hauchte das verschworen komponierende Duo nachfolgend dem neuen Dark Metal-Projekt The Vision Bleak dunkel pulsierendes Eigenleben ein.

Und letzteres entfaltet sein Furcht einflößendes Horrorflair auf der nun veröffentlichten selbst betitelten Single: Zwei Songs, die klingen, als würde der Tod höchstpersönlich an die Tür klopfen.

Ich klopfte zurück, nämlich an die Geistestür von Gänsehautguru Schwadorf, was einen Gruselausflug in dessen morbide Gedankenwelten nach sich zog.

„Der Bandname deutet auf das hin was uns alle früher oder später ereilt: Den Tod“, raunzt dieser mir zu Beginn zu.

Ewigheim-Vokalist Allen B. Konstanz übernahm auch hier die Mikrofonpassagen, zudem spielt er das Schlagzeug.

Gitarrist und Bassist Schwadorf ergänzt:

„Das Keyboard teilen wir uns jedoch brüderlich, wobei Konstanz die Pianopassagen gänzlich übernimmt.“

Vom Label wird die aktuelle Single als das „ganz große Horrortheater“ angekündigt. Der Düstermeister gewährt Einblick in die dahinter stehende Konzeption:

„Wir möchten möglichst viele Seelen mit dem Virus der Dunkelheit und des Horrors infizieren, diese unterhalten und an einem höllischen Spektakel teilhaben lassen.“

So verwundert es nicht im Geringsten, dass im Info zum neuen Release von The Vision Bleak bekannte Leinwand-Inspiratoren wie Max Schreck, Friedrich Murnau, John Carpenter und George Romero erwähnt werden.

„Sie schaffen es Angst und Schrecken zu verbreiten, ob durch Musik, Bilder oder Gesten. Sehr talentierte Männer. Ich verneige mich vor ihnen“, gibt mein Gegenüber preis.

Für die erlesene Stilistik ihrer neuen Musikplattform bedienen sich die beiden Klanggaukler vielerlei Einflüsse. Wir erfahren:

„Von Klassik über Rock`n`Roll bis hin zu Black Metal, wir verarbeiten alles. Hauptsache, es kommt aus der Hölle.“

Ein ebenso ehrliches wie schauriges Bekenntnis, dass tief blicken lässt.

Laut Info von Schwadorf sind die beiden Tracks der Single vorläufige Demo-Versionen, welche auch auf einem kommenden Album zu finden sein werden. Er blickt schon mal voraus:

„Es wird den Titel `The Deathship Has A New Captain` erhalten. Sehr pompöser, dunkler und epischer Rock im Geiste des Horrors. Inklusive diverser Gastauftritte von Sopranistinnen und Tenören. Und nicht zu vergessen unserem eigenen Ensemble, den Shadow Philharmonics. Ich hoffe, unsere Hörer werden entzückt sein, sich schaudern und uns lieben.“

Welche Fankreise The Vision Bleak gut finden, ist Schwadorf laut eigener Aussage ziemlich egal. „Hauptsache es sind viele“, gibt der entschlossen dreinblickende Horrormusikant offen zu und stellt abschließend noch klar: „It's creepy and haunting entertainment. Nicht mehr und nicht weniger.“

© Markus Eck, 29.08.2003

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