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Interview: TRISTANIA
Titel: Routiniers auf neuen Wegen

Sehr fleißig waren sie, um das aktuelle Hörerlebnis in den digitalen Aufnahmekasten zu bringen: Gerade mal ein Jahr nach dem letzten Album „Ashes“ legen Tristania mit „Illumination“ nun eine brandneue Liedersammlung vor.

Und der stilistischen Richtung, welche bereits auf „Ashes“ so entschlossen gefahren wurde, blieben die etablierten norwegischen Gothic Metal-Macher um Vokalistin Vibeke Stene vollauf treu. Wie die sieben Skandinavier 2007 zu ihrer Kunst stehen, offenbart mir Frontmann Østen Bergøy.

Der im Gespräch sehr besonnen wirkende Vokalist, welcher für die Klargesänge verantwortlich zeichnet, sieht in „Illumination“ die perfekte Symbiose aus alten und neuen Tristania-Elementen:

„Wir haben diesmal nicht allzu viele extreme Gesangselemente in den Liedern verwendet, was auch daran liegt, dass derjenige, welcher auf `Ashes` so biestig grollte, uns mittlerweile verlassen hat.“

Auf der Bühne übernimmt Gitarrist Anders Høyvik Hidle daher nun den verbleibenden Growl-Anteil, so Østen.

„Die neuen Kompositionen sind ohnehin insgesamt etwas ruhiger ausgefallen, sodass dies keine allzu große Belastung für Anders darstellt.“

Dass „Illumination“ in Sachen Anmut der Songs grundsätzlich ein wenig anders ist, als man dies von diesen Gothic Metal-Bekanntheiten bisher gewohnt war, dafür sorgte nicht zuletzt Produzent Waldemar Sorychta:

„Der Mann versteht sein Handwerk perfekt, schließlich war er selbst aktiver Musiker und ist zudem nicht erst seit gestern dabei. Mit ihm verstanden wir uns prima, das ganze Team ergänzte sich gegenseitig optimal. Waldemar brachte uns immer wieder auf ganz neue Ideen, die wir überwiegend gerne annahmen – was sich natürlich hervorragend für eine ergiebige Konstruktivität hinsichtlich der aktuellen Stücke eignete.“

Aber auch sonst unterschied der vorangegangene Aufnahmeprozess sich schon ganz entschieden von früheren Studio-Sessions, wie Østen zu erzählen weiß:

„Uns kam das auch nur gelegen, denn so mussten wir nicht befürchten, in blockierende Routine zu verfallen. Neues Blut ist immer gut. Wir spürten von Anfang an, dass Waldemar genau der richtige Reglerdreher für uns und das neue Album ist. Bereits, als er zur Vorproduktion zu uns nach Norwegen reiste, stimmte die Chemie mit ihm in Vollendung. Er und Anders hatten sich binnen weniger Stunden Kooperation gleich exzellent aufeinander eingespielt, und von dem Punkt an stand einer äußerst fruchtbaren Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten überhaupt nichts mehr im Wege.“

© Markus Eck, 05.01.2007

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