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Interview: UNLEASHED
Titel: Grundehrliche Geister

Seit beinahe 20 steinigen Jahren halten diese unerschrockenen schwedischen Pioniere beziehungsweise Bandkopf, Bassist und Vokalist Johnny Hedlund bereits an der ureigenen musikalischen Vision fest. Sehr gut!

Doch, es kommt nun sogar noch besser: Denn das brandneue Studioalbum „Hammer Battalion“ schlägt sämtliche bisherige Schwerstklang-Attacken der skandinavischen Hammerhorde, und das gleich um ganze Schwertlängen.

Mordsmäßig spielstarker Viking Death Metal begeisternder Natur also, in seiner Kategorie einfach unschlagbar.

Restlos erfüllt von berauschend mitreißenden Instrumentalleistungen und unermesslich erscheinender kompositorischer Ideenvielfalt sind diese neuen Kompositionen. So gleicht das laute Hören dieser so herrlich hymnisch-hypnotischen Heldenscheibe wohl einer holprig-furiosen Mitfahrt in Thors glühendem Streitwagen selbst.

Wie Johnny erzählt, hat er „Hammer Battalion“, den Titel der neuen Scheibe, schon ganz gezielt gewählt.

„Weißt du, wenn man seine Sache so lange und so linientreu wie wir macht, hat man auf der ganzen Welt viele verbundene Freunde. Freunde, die man als Band zudem immer wieder treffen kann, wenn man live auftritt. Und da wir mit unseren treuesten Fans für die Macht von Thors Hammer zusammen einstehen, sehe ich uns mitsamt all unseren globalen Anhängern zusammen als `Hammer-Bataillon Unleashed` an“, konkretisiert der so kehlenstarke Tieftöner seine Intentionen.

Kein Zweifel, der Mann steht zu seiner Sache. Und dass diese neue nordische Schlachtplatte so ein dermaßen brillantes Stück an heroisch-wikingischem Todesmetall geworden ist, kommt natürlich auch nicht von ungefähr:

„Ich sehe das so: Wenn ich schon mal passionierter Fan einer bestimmten Musikgruppe aufgrund toller Songs bin, erwarte ich von ihr ja auch weitere Höchstleistungen – sonst bin ich nach dem Kauf einer neuen Scheibe schwer enttäuscht. Genau das sollen unsere Hörer nicht erleben müssen, und dafür sind wir eine Menge zu tun bereit. Schließlich wissen wir ganz genau, was wir all den unerschütterlich treuen Unleashed-Jüngern schuldig sind“, verkündet der selbstsichere Schwede unumwunden in aller aufrichtigen Genretreue zum ideellen Geist von „Hammer Battalion“.

Und so hat sich laut weiterer Aussage von Johnny über die Jahre auch folgende spezielle Arbeitsweise innerhalb dieses nordischen Männerbundes bestens bewährt:

„Wir kritisieren uns wirklich ständig, zuweilen sogar ganz schön hartnäckig, um uns allesamt immer wieder gegenseitig aus der kreativen Reserve zu locken. Zugegeben, eine nicht ganz gewöhnliche Art des Entstehungsprozesses von Liedern, doch bei uns führt das zu sehr guten Ergebnissen. Und es hält uns in der Gruppe künstlerisch enorm am Leben, uns gegenseitig stets aufs Neue die unverblümte Wahrheit ins Gesicht zu sagen. Anders möchte ich es bei Unleashed daher auch gar nicht mehr haben. Wenn wir beispielsweise einen neuen Song in seinen Grundzügen am Start haben, der noch entwickelt beziehungsweise geprobt werden muss, und uns dieser nach einiger Zeit nicht so recht von den Händen gehen will, hauen wir ihn ohne Umschweife in den Mülleimer. Ganz egal, wie lange und mit welchen Mühen wir zuvor daran herumgefeilt haben. Ich will schließlich nur absolute Spitzenlieder auf Unleashed-Veröffentlichungen haben. Und da kommt mir und der Band unsere jahrelange musikalische Erfahrung immer mehr zugute, denn so etwas geht ja schließlich nicht von heute auf morgen.“

© Markus Eck, 20.03.2008

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