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Interview: WINTER OF SIN
Titel: Endlich am Ziel

Was 1998 voller beißendem Härtehunger begann, das mündet jetzt in einer waschechten Killer-Veröffentlichung!

Für ihr drittes Album „Violence Reigns Supreme“ legten sich die holländischen Melodic Black Death Metal-Schergen nämlich ganz gehörig ins eiserne Zeug.

Das neueste Werk des Haufens um Genre-Veteran und Ex-God Dethroned-Schreihals Henri Sattler zeigt eindeutig den bisherigen Zenit im Schaffen von Winter Of Sin auf.

Damit dürfte es diesen vollauf gefestigten Überzeugungstätern wahrlich nicht schwer fallen, endlich den vollauf verdienten Erfolg einzusacken.

Mehr noch, die hohe Güte des neuen Outputs zwingt die Typen ja geradezu, ihren bisherigen Underground-Status aufzugeben, um gehörig nach oben ins Licht der Öffentlichkeit zu schnellen.


Gemeinsame Direktive
Klampfer und Band-Mitbegründer Dirk Barelds nickt und beschreibt die neue Scheibe ganz simpel als Mixtur aus aggressivem Death Metal und ziemlich melodischem Schwarzmetall.

„Wir wollten diese beiden Faktoren schon immer in unserer Musik haben. Seit Henri und Drummer Michiel bei uns sind, die vorher beide bei God Dethroned waren, sind wir endlich in der Lage, das vollends wie gewünscht umzusetzen. In der Vergangenheit arbeiteten wir hauptsächlich mit Musikern, die eine reine Black Metal-Orientierung hatten, teils sogar auch mit Members aus dem Doom Metal-Bereich. Das war zwar nicht schlecht, aber jetzt ist es eben sehr viel besser in der Band bestellt. Wir ziehen alle stark an einem Strang und sind nun in der Lage, einen Sound zu inszenieren, der sehr gut unseren musikalischen Ideen entspricht beziehungsweise damit harmoniert.“

Emotionale Vielfalt
Obwohl der Plattentitel „Violence Reigns Supreme“ eigentlich ja schon Bände spricht in Sachen ungestümer und grausamer Wildheit, so haben Winter Of Sin es sich eben nicht nehmen lassen, auch feine Melodien in die Songs zu integrieren.

Dirk grinst zufrieden: „Wir möchten verschiedene Stimmungen in unseren Liedern unterbringen. Das bringt teilweise auch die Zueinanderfügung von melancholischen und schmerzvollen Passagen mit sich, die wir auf der aktuellen Scheiben besonders mit griffigen Tonfolgen reflektierend umsetzen. Wut und Aggression hingegen werden mit anderen Elementen ebenso gezielt umgesetzt, speziell mit Schlagzeug und Gesang. Darin sehen und fühlen wir eigentlich seit jeher unsere Berufung mit der Band, daher werden wir auch genauso heftig und melodisch weitermachen.“ 


Schonungsloser Realismus

Krass beschrien werden die Tracks auf dem aktuellen Langspielauswurf von Kehlenquäler Henri mit nicht minder extremen Lyriken, so der Axeman.

„Es geht um Leid und Zerstörung, ausgelöst durch die Menschheit. Die Texte wurden entweder von mir oder meinem Gitarrenkollegen Ricardo Gelok verfasst, und der jeweilige Inhalt ist ziemlich derselbe. Die Lyrics auf diesem neuen Album geben unsere Träume wieder, in denen die Menschen dieser Welt als Resultat auf ihr ganzes Treiben sehr zu leiden haben. Nicht alle Textpassagen definieren das explizit, aber das Grundthema ist das anhaltende und große Leiden des Homo Sapiens.“

© Markus Eck, 10.03.2014

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