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Band: KATAKLYSM
Titel: Meditations
Genre: Death Metal
Label: Nuclear Blast
Format: Album CD
Punkte: 8 / 10

Von Anfang an konnten sich die kanadischen Dickköpfe als selbstständige Außenseiter mit authentischen Ambitionen und glaubwürdigem, stilistischem Verlauf behaupten. Natürlich machen Kataklysm mit „Meditations“ da keinerlei Ausnahme.

Neu im noch kontrollierter - und eben nicht um jeden Preis noch brachialer, bissiger und vehementer - gewordenen Sound der standhaften Death Metal-Bolzen um Sänger Maurizio Iacono ist ein jeweiliges Mehr an griffiger Strukturiertheit, explosiv-impulsiver Rhythmik und ohrenfreundlich-eingängiger MeloDeath-Tonfolgenführung. Das liegt zum einen an den Beteiligten selbst, die hörbar Bock auf etwas Neues hatten und zum anderen an Landsmann und Produzent Jay Ruston, welcher für einiges an klanglicher Frische sorgen konnte.

Ruston schneiderte für „Meditations“ durch seine breite Erfahrung mit verschiedenen Rock- und Metal-Stilistiken ein dynamisches Klanggewand, das man als Kenner der Truppe so gar nicht erwartet hatte. Tonnenweise Groove schwingt nun das dominante Todeszepter, der aber vom typischen ‚Core-Bereich‘ viel zu weit entfernt ist, um rasche, lapidare Vergleiche zuzulassen.

Vielmehr wurde die grundsolide Basis der letzten Kataklysm-Alben auf ein neues, höheres Level gehievt. „Meditations“ birgt nicht nur angenehm viel spieltechnische Raffinessen zum Entdecken. Sondern das erfolgreich kompakt gehaltene Album ist auch Garant für lange, problemlose Hörfreude. Wenn nicht lange fackeln will, kann die effizientesten der Songs aber auch vom Fleck weg ohne Annäherungsprobleme und ausufernd wild abfeiern. So soll das sein!

© Markus Eck, 20.05.2018

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Rating scale:
10 - Timeless perfection.
9 - Impressing awesomeness.
8 - Great performance.
7 - Solid stability.
6 - Decent try.
5 - Uninspiring mediocrity.
4 - Failed presentation.
3 - Insubordinate badness.
2 - Terrible impertinence.
1 - Superfluous futility.
0 - Painful ear-torture.

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