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Special: Markus Mayer
Titel: Pinsel bevorzugt

1970 in Düsseldorf geboren, siedelte Markus Mayer kurze Zeit später mit seinen Eltern nach Ratingen in ein prächtiges Wasserschloss um, welches 1710 erbaut wurde – tief in einem Wald gelegen und umgeben von einem großen See.

Mayer erlebte seine gesamte Kindheit dort und erfuhr dabei alles über die Geheimnisse und Gesetzmäßigkeiten der Natur, sein erstes Bild fertigte der ebenso kreative wie talentierte Künstler bereits 1972 an.

Auch weiterhin füllten Malen und Zeichnen seine gesamte Zeit aus, nach Abschluss des Pflichtschulprogrammes absolvierte er eine Ausbildung zum Forstwirt, was rückblickend seiner Meinung nach eine Fehlentscheidung war. Daran anschließend besuchte Mayer eine Fachoberschule für Kunst und Gestaltung und arbeitete nebenher in einer Werbeagentur.

1991 machte er sich selbstständig und verdiente seinen Lebensunterhalt in den ersten Jahren mit Custom-Painting – dabei wurden über 600 Motorradhelme, Motorhauben und Harleys mit Airbrush verziert.

Mayer verfasste dabei auch unzählige Artikel samt einem Fachbuch namens „Grundkurs Airbrush“, erschienen im Englisch Verlag. Außerdem war er für drei Jahre verantwortlicher Fachredakteur bei einem speziellen Airbrush-Magazin. Aus diesem Kontext heraus produzierte er zwei erfolgreiche Videos für Airbrush-Techniken.

Im Weiteren ließ Mayer diverse Ausstellungen eigener Bilder nachfolgen, u.a. zusammen mit artverwandten Künstlern wie Ciruelo Cabral, Luis Royo oder Mark Wilkinson.

Dies erregte in stetig ansteigender Aufmerksamkeit Labels und Bands aus dem Heavy Metal-Bereich zu Anfragen und Aufträgen, aus denen mit der Zeit eine Anzahl an Cover-Artworks resultierten.

Etablierte Bands wie Nightwish oder Grave Digger zählen Mayer seither zu ihrem festen Partner für Covergestaltung. Albumcover und Merchandise-Vorlagen fertigte er u.a. aber auch für Formationen wie Blind Guardian, Kreator, Sodom, Vanize oder auch Edenbridge an.

1995 begann er zusammen mit seinem Freund Markus Metzler Figuren zu modellieren und zu produzieren. Überraschend großer Erfolg stellte sich dabei ein und die Bestellanfragen überstiegen in Folge dessen bald vorhandene Kapazitäten. Daher wurde die Produktion der Figuren an eine Fremdfirma übergeben. Die Figuren und Skulpturen zogen aufgrund der riesigen Nachfrage sogar billige Plagiate nach sich.

Markus Mayer verfestigte sich mit der Zeit darauf, primär in Öl auf Karton oder Leinwand zu malen, denn das streng technische und unfreie Wesen der Airbrush-Technik war seiner Kreativität in weiten Teilen abträglich. Zu weiteren Projekten Mayers zählen eigene Bildbände, Kalender und Schmuck.

© Markus Eck, 27.06.2001

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